Inklusion: „Betroffene müssen die Fachleute sein, an deren Vorstellung wir uns orientieren“

Fachtag des LIGA Projekts „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“

 

LIGA Vorsitzender Christoph Stolte

Eine Haltungsänderung, nicht nur Gesetzes- und Strukturänderungen, sind nötig, um den Weg in eine echte inklusive Gesellschaft zu ebnen. Das hat Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, bei einem Fachtag der LIGA unter dem Motto „Wie macht man Teilhabe?“ gefordert. Diese Haltungsänderung gegenüber Menschen mit Handicaps ist für ihn zwingende Voraussetzung, damit die Gesellschaft den Betroffenen auf Augenhöhe begegnet und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. „Betroffene müssen in diesem Prozess die Fachleute sein, an deren Vorstellungen wir uns orientieren müssen“, so Stolte. Das gelte für die Einrichtungen, die  Träger, die Entscheider in der Politik und für die Gesellschaft als Ganzes.

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Fachtag „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“

am 16. November 2018 , 09.30 – 16.00 Uhr, Fachhochschule Erfurt

Symbolgrafik - Pflanze in Hand„Wie macht man Teilhabe?“ – Mit der Beantwortung dieser Frage befasst sich seit 2017 ein gleichnamiges LIGA-Projekt. Dabei geht es vor allem darum, Menschen mit Behinderungen aktiv in Veränderungsprozesse einzubinden und ihnen Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben aufzuzeigen. Gemeinsam mit drei Thüringer Modellträgern werden hierfür Modelle entwickelt und erprobt.

Nicht über, sondern mit den Menschen reden

Ambulante und personenzentrierte Angebote zu schaffen und damit Bereiche des stationären Wohnens schrittweise umzustrukturieren, ist ohne die Beteiligung jener Menschen nicht möglich, um die es geht.

Gefördert von der Aktion Mensch Stiftung unterstützt und begleitet das LIGA-Projekt die drei Modellträger in der Angebots- und Organisationsentwicklung. Dabei gehen die Projektmitarbeiter*innen direkt auf die dort lebenden Menschen mit Behinderungen / Beeinträchtigungen zu und bezieht sie in die Diskussionen und Entscheidungen mit ein.

Bei der Projektdurchführung und den strukturellen Weiterentwicklungen der Träger liegt der Fokus immer auf der Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung. Neue Beteiligungsformen, die Weiterentwicklung der Teilhabeoptionen und die Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung an der Projektdurchführung, unter anderem durch Fachtage der Menschen mit Beeinträchtigung, machen dieses Projekt einzigartig und richtungsweisend für die zukünftige Ausgestaltung der Eingliederungshilfelandschaft.

Der Blick zurück nach vorn

Verbunden mit großen Erwartungen wurde das LIGA-Projekt „Wie macht man Teilhabe?“ vor einem guten Jahr ins Leben gerufen. Am Freitag, dem 16.11.2018 schaut das Projekt gemeinsam mit den Modellträgern, Partnern und weiteren Interessierten zurück auf dieses letzte Jahr. Über 100 Teilnehmer*innen werden an diesem Tag in der FH Erfurt Zwischenbilanz ziehen sowie über die Ziele und die weiteren Schritte diskutieren.

Fachtag "PflegeTÜV und Pflegenoten" vom 10.10. in Heiligenstadt

Es ist ein weiter und teilweise steiniger Weg, den die stationäre Pflege vor sich hat. Das musste am Ende des Fachtags „Pflege-TÜV und Pflegenoten – wie geht es weiter?“ in Heiligenstadt festgestellt werden. Aber der Weg lohnt sich, sagt Thorsten Mittag, Referent für Altenhilfe und Pflege beim Paritätischen Gesamtverband.

 

Gesicherter und fairer Qualitätsvergleich, realistische Qualitätsaussagen auf Basis methodisch fundierter Verfahren (statt „Noten“) und die Förderung von Eigenverantwortung und Fachlichkeit sind nur einige Vorteile, die das neue System der indikatorengestützten Qualitätsprüfung und -darstellung mit sich bringen, so Mittag.

 

Die geplanten Änderungen stehen ganz im Zeichen der der Neuausrichtung in der Pflege die Fachlichkeit zu stärken und die inhaltliche Ausrichtung der Pflegedokumentation neu zu denken. Jedoch täuschen die Ziele nicht darüber hinweg, dass das System der indikatorengestützten Qualitätsprüfung mit einem hohen Anspruch und Arbeit verbunden ist.

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Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen und Eltern“ am 25.10.2018

Kinder und Jugendliche wachsen heute unabhängig von ihrer sozialen Herkunft in technisch gut ausgestatteten Haushalten auf. Dank des Smartphones sind jederzeit und an nahezu jedem Ort Zugänge ins Internet möglich. Junge Menschen sind täglich online aktiv und die digitale Privatsphäre wird vielfältig offen gelegt.

 

Das Konsumverhalten wird mehr denn je von permanenten Kaufanreizen durch personifizierte Werbung bestimmt. Die Werbewirtschaft nutzt die starke Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen und vermittelt Konsum als Erlebnis, das bequem auf Raten finanziert werden kann.

 

Die Illusion, welche entsteht, ist ebenso trügerisch wie perfekt - sie lautet: Ich kann mir alles leisten, auch ohne Geld.

 

Der Fachtag lädt ein, sich über die neuesten Vernetzungsstrategien zu informieren, Fallstricke im Umgang mit dem Internet zu erfahren und sich über Tricks und Maschen der digitalen (Werbe)industrie und deren Folgen wie Deprivatisierung, Verschuldung und Abhängigkeit zu informieren.

 

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus der Schule und der Sozialen Arbeit. In den fünf Workshops wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen, die sich mit der Digitalisierung und daraus entstehenden Folgen bei Kindern und Jugendlichen befassen.

 

Hier geht es zum Veranstaltungsflyer und zu den Workshopbeschreibungen:

 

Erfahrungsaustausch aller Thüringer Anwender der entbürokratisierten Pflegedokumentation am 27.08. und 28.08.2018 im AWOSANO Ferienzentrum in Oberhof

Bürokratieabbau in Thüringen kommt bei den Pflegebedürftigen an

 

Vor vier Jahren wurde bundesweit das Strukturmodell eingeführt, mit dem die Dokumentation in der Pflege verschlankt werden sollte. Überflüssige und Doppeldokumentationen können entfallen, um mehr Zeit für die Arbeit am Menschen zu gewinnen. Fast die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Thüringen setzen dieses neue fachliche Konzept bereits jetzt erfolgreich um. Mit mehr als 250 Fachleuten aus der Praxis wurde an zwei Tagen in Oberhof Bilanz gezogen und offene Fragen geklärt. Veranstaltet wurde die Fachkonferenz vom Thüringer Landespflegeausschuss, in dem Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, Politik und Prüfbehörden sitzen.

 

„Entbürokratisierung bedeutet zunächst Arbeit“, beschreibt Elisabeth Beikirch den Prozess der Einführung des Dokumentationssystems – „Strukturmodell“. Die Pflegeexpertin war mitverantwortlich für die bundesweite Einführung und ist Mitglied des entsprechenden Lenkungsgremiums auf Bundesebene. Sie lobt die enge Zusammenarbeit von privaten und gemeinnützigen Verbänden, Prüfinstanzen der Kranken- und Pflegekassen und politisch Verantwortlichen in Thüringen, die im entsprechenden Ausschuss beim Sozialministerium an der Umsetzung arbeiten.

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