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PM: „Die Erzieherinnen sind am Limit angelangt.“

Landtagsvizepräsidentin Margit Jung (LINKE) zum Praktikum im DRK-Kindergarten in Neustadt an der Orla

 

Erfurt, 04.08.2017  Margit Jung zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Leiterin der integrativen DRK-Kita „Gänseblümchen“ Martina Gerner und der dort tätigen Pädagoginnen: „Man merkt gleich beim Betreten der Einrichtung, dass hier das Klima stimmt.“ Sowohl das pädagogische Konzept als auch die Gestaltung der Einrichtung überzeugten die Politikerin, die vor ihrem Landtagsmandat bei der Volkssolidarität für Kindergärten in deren Trägerschaft verantwortlich war. Margit Jung kennt sich also aus auf dem Gebiet der Kindertagesstätten.

 

 

Jung gehört zu einer Gruppe von Politikerinnen und Politikern verschiedener Landtagsfraktionen, die im Rahmen der Kita-Aktion „Qualität hat Vorfahrt! Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen.“  ein Praktikum in einer Kindertageseinrichtung absolvieren. Weitere Praktika von Politikerinnen und Politikern der anderen Landtagsparteien werden in den nächsten Wochen folgen.  Mit diesen Praktika soll den Landtagsabgeordneten gezeigt werden, wie die reale Situation in den Thüringer Kitas ist, unter welchen Belastungen die  Erzieherinnen und Erzieher leiden.

 

 

In dem sich an das Praktikum anschließenden Gespräch mit Kita-Leiterinnen und –Mitarbeiterinnen, Elternvertretern und Fachleuten der LIGA zeigte die Sozialpolitikerin großes Verständnis für die vorgebrachten Sorgen um die künftige Qualität der Kinderbetreuung im Freistaat und betonte die Richtigkeit der Forderungen der LIGA nach deutlichen Nachbesserungen im geplanten Thüringer Kitagesetz. Margit Jung forderte dazu auf, sich intensiv an der derzeitig laufenden Online-Diskussion zum neuen Kita-Gesetz einerseits und andererseits vertreten durch die LIGA an der noch im August erfolgenden Anhörung zum Gesetz zu beteiligen.

 

 

Frau Jung sagte ihre Unterstützung bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kita-Arbeit zu. Auch sie werde sich bis zuletzt für Nachbesserungen des Entwurfs einsetzten. Argumente dafür gebe es genug.

 

Nach Einschätzung der LIGA fehlen in den Thüringer Kitas etwa 8000 Fachkräfte.  Die LIGA fordert bei ihrer Aktion eine deutliche Anhebung des Personalschlüssels für die Kitas, mehr Zeit für Leitungsaufgaben zu schaffen, die Fachberatung abzusichern und gute Rahmenbedingungen für die Inklusion für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu schaffen.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können im Online-Diskussionsforum des Thüringer Landtags über den Erlass oder die Änderung von Gesetzen mitdiskutieren. Die Entwürfe sind unter www.forum-landtag.thueringen.de abrufbar. Die Drucksachen und weitere Dokumente können auch in der Parlamentsdokumentation (www.parldok.thueringen.de/parldok) eingesehen werden.

 

Die Diskussion endet am Dienstag, den 8. August 2017.

PM: „Die Erzieherinnen sind am Limit angelangt“

CDU-Generalsekretär Raymond Walk absolvierte ein Praktikum in Eisenacher Kindergarten

Eisenach/Erfurt, 12.07.2017  Raymond Walk, der CDU-Generalsekretär, war  beeindruckt: „Ich komme von der Polizei. Ihnen und den Kolleginnen geht es ähnlich – sie sind am Limit angelangt.“ Walk hatte zuvor in der Kita „Spielkiste“ in Eisenach im Rahmen der aktuellen Kita-Aktion der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ein Praktikum absolviert. Dabei hatte er sich selbst ein Bild von den Belastungen gemacht, denen die pädagogischen Fachkräfte ausgesetzt sind. In einer Kindergruppe unterstützte er die Mitarbeiterinnen nach der Mittagspause beim Aufstehen der Kinder und beim Zubereiten und Austeilen der Vesper. Danach sagte er voller Anerkennung für den Beruf: „Jetzt weiß ich, was ein Personalschlüssel ist.“

 

Walk war der erste Politiker, der im Rahmen der Kita-Aktion „Qualität hat Vorfahrt“  ein derartiges Praktikum hinter sich gebracht hat. Weitere Praktika von Politikerinnen und Politikern der anderen Landtagsparteien werden in den nächsten Wochen folgen.  Mit diesen Praktika soll den Landtagsabgeordneten gezeigt werden, wie die reale Situation in den Thüringer Kitas ist, unter welchen Belastungen die  Erzieherinnen und Erzieher leiden.

 

Raymond Walk zeigte sich nach dem Praktikum tief beeindruckt von den Leistungen, die in den Thüringer Kitas erbracht werden. Er dankte den Mitarbeitenden, fügte aber gleich hinzu: „Danke kostet erst einmal kein Geld, dann wird es schwierig.“

 

Denn dass die von der LIGA angemahnten Verbesserungen nicht ohne mehr finanzielle Mittel zu erreichen sind,  ist allen Beteiligten klar. Raymond Walk sagte seine Unterstützung bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kita-Arbeit zu. Bis zur Anhörung des entsprechenden Gesetzes im Landtag sollen die Forderungen der LIGA auch mit Zahlenmaterial untermauert werden.

 

Nach Einschätzung der LIGA fehlen in den Thüringer Kitas etwa 8000 Fachkräfte.  Die LIGA fordert bei ihrer Aktion eine deutliche Anhebung des Personalschlüssels für die Kitas, mehr Zeit für Leitungsaufgaben zu schaffen, die Fachberatung abzusichern und gute Rahmenbedingungen für die Inklusion für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu schaffen.

„Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich das alles schaffe“ – LIGA-Kita-Aktion: Qualität hat Vorfahrt – Fachforum im Landtag

„Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich das alles schaffe“. Martina Gerner ist Leiterin der Kita Gänseblümchen in Neustadt, einer Einrichtung des DRK. Sie spricht an diesem Vormittag vielen, wenn nicht sogar allen Kita-Leiterinnen in Thüringen aus der Seele. Denn die Arbeitsbelastung hat für Kita-Leiterinnen ebenso zugenommen wie für alle Erzieherinnen und Erzieher in Thüringen. Sie arbeiten an der Grenze der Belastbarkeit, manche auch darüber hinaus. Immer mehr Aufgaben werden den Erzieherinnen von der Politik übertragen, allerdings ohne für die dafür notwendige Entlastung zu sorgen. Gemeinsam mit den Fachleuten der LIGA gaben Martina Gerner und andere Praxisvertreterinnen bei einem Fachforum der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ihre Sorgen den Politikerinnen und Politikern aller im Landtag vertretenen Parteien zu Protokoll.  Die zeigten in der Runde viel Verständnis, versprachen,  sich für einen besseren Betreuungsschlüssel stark zu machen, verwiesen allerdings auch auf die angespannten Finanzen des Landes. Die LIGA pochte in der Gesprächsrunde auf einen festen Stufenplan, um die Qualität in den Kitas zu verbessern. „Die Erzieherinnen und Erzieher brauchen eine Perspektive“, so der Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN, Stefan Werner.

 

Von wachsendem Frust in den Kitas war an diesem Vormittag viel die Rede, von dringend notwendigen guten Rahmenbedingungen. „Qualität hat Vorfahrt“ heißt die Aktion, mit der die Verbände der LIGA auf die angespannte Situation in den Kitas aufmerksam machen wollen. 30.000 Postkarten und 15.000 Flyer mit den Forderungen der LIGA werden dazu landesweit verteilt. Dort sind die Forderungen und Vorschläge der LIGA zusammengefasst: Verbesserung des Personalschlüssels, Sicherung der Personalkontinuität, Erweiterung der Leitungsanteile, individuelle Gestaltung der Fachberatung und Schaffung von besseren Rahmenbedingungen für die Inklusion in den Kitas.

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PM: Start der Aktion „Qualität hat Vorfahrt – Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen“

Die Sozialverbände in Thüringen drängen auf Nachbesserungen beim neuen Kita-Gesetz.

Erfurt, 9. Juni 2017. Die Sozialverbände in Thüringen drängen auf Nachbesserungen beim neuen Kita-Gesetz. Die bessere Betreuungsqualität spiele bei dem bisher vorliegenden Gesetzentwurf nur eine Nebenrolle, kritisierte die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege bei einem Fachgespräch im Landtag. Deshalb wird die Landesregierung zu deutlichen Verbesserungen vor allem bei der personellen Ausstattung der Kitas aufgefordert. In den Thüringer Kitas fehlen nach aktuellen wissenschaftlichen Studien etwa 8000 Fachkräfte. Die Forderungen untermauert die LIGA mit einer landesweiten Aktion unter dem  Motto „Qualität hat Vorfahrt – Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen“. Eines der zentralen Elemente ist eine Postkarten-Aktion mit den Forderungen der Verbände. Die Postkarten sollen dann der Landesregierung übergeben werden.

 

Die LIGA fordert vor allem eine Verbesserung des Personalschlüssels, der noch weit von einer bedarfsgerechten Betreuung, Bildung und Erziehung entfernt sei. Nach den Vorstellungen der Fachverbände sollte eine Fachkraft in der Regel nicht mehr betreuen als

  • zwei Kinder im ersten Lebensjahr,
  • vier Kinder zwischen einem und drei Jahren,
  • neun Kinder nach Vollendung des dritten Lebensjahres,
  • 20 Kinder im Grundschulalter.

Nach aktuellen wissenschaftlichen Studien stagniert die Qualität der Betreuung in den Thüringer Kindertagesstätten, weil etwa 8000 Fachkräfte fehlen. „Wir fordern daher eine längst überfällige Anhebung des Personalschlüssels, um sicherzustellen, dass die Arbeit in Kindertagesstätten den fachlichen Ansprüchen und den Bedürfnissen von Kindern und Eltern entspricht.“, so der LIGA Geschäftsführer Hans-Otto Schwiefert.

 

Weitere zentrale Forderungen der LIGA:

  • Die Personalkontinuität in den Kitas muss durch eine neue Personalschlüsselberechnung gesichert werden. Grundlage dafür soll der Jahresdurchschnitt der angemeldeten Kinder sein.
  • Für Leitungsaufgaben in den Kitas muss mehr Zeit geschaffen werden.
  • Individuellen Fachberatung muss sichergestellt werden. Die Träger sollen ein für sie passendes Beratungsangebot ohne Einschränkungen wählen können.
  • Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf erfordern gute Rahmenbedingungen.

Im Rahmen der Aktion „Qualität hat Vorfahrt“ lädt die LIGA Politikerinnen und Politiker auch zu Praktika in den Thüringer Kitas ein, damit sie sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation machen können.

 

LIGA-Kontakt

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(Eingang Humboldt-Straße)
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Thüringen


Tel:      (0361) 511499-0
Fax:     (0361) 511499-19


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