Ministerpräsident Ramelow im Gespräch mit Sozialverbänden am 02. April in den Christophorus-Werkstätten in Erfurt ***

Ministerpräsident Ramelow im Gespräch mit Sozialverbänden am 02. April in den Christophorus-Werkstätten in Erfurt

 

„Wo hört Werkstatt auf und wo fängt Inklusion an?“, fragt Ministerpräsident Bodo Ramelow. Der Besuch der Christophorus-Werkstätten in Erfurts Osten am 02. April habe ihm gezeigt, wie eng verzahnt Leistungen erbracht werden, die für die gesamte Thüringer Wirtschaft und den Dienstleistungssektor wichtig sind. Ramelow äußerste sich beeindruckt darüber, wie Menschen mit und ohne Handicap in der Wäscherei und im Verpackungsbetrieb zusammenarbeiten. Hier werden in hoher Qualität Aufträge für die Industrie, für Krankenhäuser und für Privathaushalte erbracht. Der Ministerpräsident setzt aber auch darauf, dass Menschen mit Behinderung für ihre Arbeit ähnlich wie bei den neuen Transferleistungen für Langzeitarbeitslose künftig eine sozialversicherungspflichtige Entlohnung und nicht mehr nur ein Taschengeld erhalten.

 

„Werkstätten sind nicht schuld daran, dass behinderte Menschen keinen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt bekommen“, so der Ministerpräsident. Er beobachte aber eine Neuorientierung in vielen Wirtschaftszweigen. „Wir brauchen in Thüringen jeden Menschen mit seinen Fähigkeiten. Die Grenzen zwischen Sozialer Hilfe und Wirtschaft und Erwerbsarbeit werden fließender. Aber wir müssen gerade jetzt noch klarer und ganz positiv beschreiben, was soziale Einrichtungen und soziale Organisationen leisten können.“ Der letzte Satz richtete sich vor allem an die Leitungspersonen der gemeinnützigen Wohlfahrtsverbände, mit denen sich Bodo Ramelow und Sozialministerin Heike Werner zu einem zweistündigen Hintergrundgespräch und Austausch trafen.

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„Inklusion = dazuge-hören und mit-reden“– LIGA Fachtage vom 20.03. und 21.03.2019 in der FH Erfurt

Seit 2017 veranstaltet die LIGA Thüringen Fachtage im Rahmen des Bundesprogramms: „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

 

In diesem Jahr, am 20.03. und 21.03., fanden zwei Fachtage mit dem Thema „Inklusion = dazuge-hören und mit-reden“ in der FH Erfurt statt. Mit einem humorvollen Einstieg durch Rainer Schmidt, mit einer Auswahl von 13 Workshops und nicht zuletzt durch die wertschätzenden Grußworte von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter und Katharina Vorbau von der Servicestelle „Sprach-Kitas“ wurde den insgesamt über 320 Teilnehmenden eine vielseitige und informative Veranstaltung geboten.

 

v.l. Marita Leyh (Diakonie Mitteldeutschland); Astrid Exel (DRK Landesverband)  Rainer Schmidt (freiberuflicher Referent, Kabarettist, Sportler und Autor)

 

Wie auch in den letzten Jahren waren die sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien die leitenden Themen an diesen Tagen. Rainer Schmidt, freiberuflicher Referent, Kabarettist, Sportler und Autor, bündelte diese Themenvielfalt in seinem unterhaltsamen Impulsvortrag. Den Teilnehmenden Kita-Leitungen, den zusätzlichen Fachkräften und den weiteren Tandempartner*innen in den Thüringer Kitas konnte er dabei einige Denkanstöße geben.
 

Nach der Mittagspause begannen die insgesamt 13 Workshops, die die Teilnehmenden je nach Interesse und Relevanz für ihre pädagogische Arbeit besuchen konnten.

 

Eine inhaltliche Zusammenfassung der Workshops erhalten die Teilnehmenden in den nächsten Tagen über Ihre Fachberatung zugesendet.

 

Grußwort des Ministers für Jugend, Bildung und Sport Helmut Holter

https://ligaderfreienwohlfahrtspfle.box.com/s/kumu1sd3sun4rokeiawu1fzgizacjozq

 

Grußwort von Katharina Vorbau von der Servicestelle "Sprach-Kitas"

https://ligaderfreienwohlfahrtspfle.box.com/s/9bvadltr46y6e5y3s32svp0wxujjhic8

PM: Weniger Verbraucherinsolvenzverfahren täuschen über anhaltend hohe Überschuldung hinweg

Nach der Pressemitteilung des 054/2019 des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 12. März 2019 haben die Thüringer Insolvenzgerichte im Jahr 2018 über Anträge von 1.595 Verbrauchern entschieden.

 

Der Schuldneratlas Deutschland 2018 der Creditreform Wirtschaftsforschung verdeutlicht, dass die Zahl der überschuldeten Thüringer Bürger nicht gesunken, sondern noch gestiegen ist. Demnach sind etwa 9,3% der Volljährigen in Thüringen überschuldet. 170.000 Thüringer*innen sind also nicht mehr in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, ohne dabei lebensnotwendige Ausgaben für Lebensmittel, Strom und Miete zu vernachlässigen.

 

Die seit Jahren anhaltende gute konjunkturelle Lage hat zu keiner Entspannung der Überschuldungssituation geführt. Die zuletzt - laut Statistischem Landesamt um 8,6 % - gesunkene Zahl der bei den Thüringer Insolvenzgerichten durch Verbraucher gestellten Anträge kann nicht als Indiz für eine Entspannung der Überschuldungssituation der Thüringer Bürger gewertet werden.

 

Kontakt für Nachfragen:

LIGA-Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention: www.fbs.liga-thueringen.de

 

Olaf Gelbhaar           0361-744 38 122
Anja Draber             0361-744 38 120
Sebastian Rothe       0361-744 38 121

 

Für weitere Informationen laden Sie sich hier das Hintergrundpapier zur Pressemitteilung herunter:

 

LIGA-Kontakt

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(Eingang Humboldt-Straße)
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Thüringen


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Fachtag "Gut Leben in Thüringen" in Crossen