Inklusion: „Betroffene müssen die Fachleute sein, an deren Vorstellung wir uns orientieren“ * mehr dazu unter Aktuelles ***

Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen und Eltern“ am 25.10.2018

Kinder und Jugendliche wachsen heute unabhängig von ihrer sozialen Herkunft in technisch gut ausgestatteten Haushalten auf. Dank des Smartphones sind jederzeit und an nahezu jedem Ort Zugänge ins Internet möglich. Junge Menschen sind täglich online aktiv und die digitale Privatsphäre wird vielfältig offen gelegt.

 

Das Konsumverhalten wird mehr denn je von permanenten Kaufanreizen durch personifizierte Werbung bestimmt. Die Werbewirtschaft nutzt die starke Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen und vermittelt Konsum als Erlebnis, das bequem auf Raten finanziert werden kann.

 

Die Illusion, welche entsteht, ist ebenso trügerisch wie perfekt - sie lautet: Ich kann mir alles leisten, auch ohne Geld.

 

Der Fachtag lädt ein, sich über die neuesten Vernetzungsstrategien zu informieren, Fallstricke im Umgang mit dem Internet zu erfahren und sich über Tricks und Maschen der digitalen (Werbe)industrie und deren Folgen wie Deprivatisierung, Verschuldung und Abhängigkeit zu informieren.

 

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus der Schule und der Sozialen Arbeit. In den fünf Workshops wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen, die sich mit der Digitalisierung und daraus entstehenden Folgen bei Kindern und Jugendlichen befassen.

 

Hier geht es zum Veranstaltungsflyer und zu den Workshopbeschreibungen:

 

Diakonie Mitteldeutschland übernimmt LIGA-Vorsitz in Thüringen

© Frieder Weigmann / Diakonie MitteldeutschlandAm 1. September 2018 wechselt der Vorsitz der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen vom Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Thüringen, zur Diakonie Mitteldeutschland.

 

Bis Ende 2020 hat damit Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, turnusmäßig das Amt des LIGA-Vorsitzenden inne. Gemeinsam mit Ulf Grießmann, Landesgeschäftsführer der AWO Thüringen als seinem Stellvertreter, wird er die sozialpolitische Arbeit der LIGA Thüringen maßgeblich mitgestalten. Beide Funktionen werden im Ehrenamt ausgeführt.

 

Die LIGA ist ein Zusammenschluss der sechs anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen und versteht sich als Interessenvertreterin der hilfebedürftigen Menschen in Thüringen. Hierbei vertritt sie u.a. deren Interessen gegenüber Politik und Verwaltung, koordiniert wohlfahrtspflegerische Arbeit und gestaltet die Rahmenbedingungen frei gemeinnütziger sozialer Arbeit im Dialog mit Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

 

Kurzvita OKR Christoph Stolte

 

Oberkirchenrat Christoph Stolte wurde 1966 in Kamen (Westfalen) geboren und wuchs in Unna auf. Nach dem Zivildienst in der Diakonie Bayern in München studierte Christoph Stolte in Marburg, Göttingen und Sao Paulo Theologie. Ausbildungen zum Sozialmanager und Organisationsentwickler schlossen sich später an.

Stolte begann seinen kirchlichen Dienst als Vikar in Leipzig 1994 und wurde 1996 Gemeindepfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens in Bautzen. 1999 übernahm Christoph Stolte das Stadtjugendpfarramt in Dresden. 2007 wechselte er in den Vorstand des Diakonischen Werkes – Stadtmission Dresden e.V.

Seit Juli 2017 ist Stolte Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Stolte ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

 

Erfahrungsaustausch aller Thüringer Anwender der entbürokratisierten Pflegedokumentation am 27.08. und 28.08.2018 im AWOSANO Ferienzentrum in Oberhof

Bürokratieabbau in Thüringen kommt bei den Pflegebedürftigen an

 

Vor vier Jahren wurde bundesweit das Strukturmodell eingeführt, mit dem die Dokumentation in der Pflege verschlankt werden sollte. Überflüssige und Doppeldokumentationen können entfallen, um mehr Zeit für die Arbeit am Menschen zu gewinnen. Fast die Hälfte aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Thüringen setzen dieses neue fachliche Konzept bereits jetzt erfolgreich um. Mit mehr als 250 Fachleuten aus der Praxis wurde an zwei Tagen in Oberhof Bilanz gezogen und offene Fragen geklärt. Veranstaltet wurde die Fachkonferenz vom Thüringer Landespflegeausschuss, in dem Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, Politik und Prüfbehörden sitzen.

 

„Entbürokratisierung bedeutet zunächst Arbeit“, beschreibt Elisabeth Beikirch den Prozess der Einführung des Dokumentationssystems – „Strukturmodell“. Die Pflegeexpertin war mitverantwortlich für die bundesweite Einführung und ist Mitglied des entsprechenden Lenkungsgremiums auf Bundesebene. Sie lobt die enge Zusammenarbeit von privaten und gemeinnützigen Verbänden, Prüfinstanzen der Kranken- und Pflegekassen und politisch Verantwortlichen in Thüringen, die im entsprechenden Ausschuss beim Sozialministerium an der Umsetzung arbeiten.

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"Was braucht das Ehrenamt in der Zukunft?" - LIGA Fachtag am 16.08.

v.l.n.r.: Stephan Panhans (LIGA-Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung, Sebastian Perdelwitz (AWO Thüringen), Heike Werner (Sozialministerin) Christoph Stolte (LIGA-Vorsitzender) Andreas Kotter (Der Paritätische Thüringen)

 

Wie sieht Ehrenamt zukünftig aus? Wie erreichen wir eine gute Vernetzung in Thüringen? Wie gestaltet sich die Förderung in den nächsten Jahren? Dies waren einige der Fragen, denen der Fachtag „Zukunftsforum Ehrenamt“ der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen nachging. Mehr als 100 Teilnehmer*innen waren hierzu nach Erfurt gekommen. In einer Podiumsdiskussion erklärte Sozialministerin Heike Werner, dass es eine strategische Sozialplanung braucht, die mit den in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiven Menschen erfolgen muss. Denn so ließe sich erkennen, wo Bedarfe liegen und welchen Formen der Unterstützung es braucht. Damit verbunden sei auch die Chance, dass Akteure sich besser vernetzten können, denn oftmals wissen die einzelnen Organisationen nichts voneinander.

 

Christoph Stolte, Vorsitzender der LIGA Thüringen und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland betonte die Rolle der Wohlfahrtsverbände in diesem Kontext. Deren Einrichtungen wären bereits in vielen Regionen und Stadtteilen präsent, können Anlaufstelle sein und eben diese Vernetzung voranbringen.

 

Der Fachtag fand in Kooperation mit dem LIGA Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung statt.

 

  

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