Der Thüringer Bildungsplan droht an schlechten Rahmenbedingungen zu scheitern.
Mit dem neuen Kindergartenjahr hat die Einführung des Thüringer Bildungsplanes für Kinder bis zehn Jahre begonnen. Das ist gut.
Bis heute sind die personellen Rahmenbedingungen völlig unzureichend. Mit dem aktuellen Personalschlüssel bleiben einer Erzieherin gerade einmal sechs Minuten pro Woche, um die angestrebte individuelle pädagogische Förderung eines Kindes vor- und nachzubereiten. Das wird nicht funktionieren!
Die LIGA-Verbände in Thüringen fordern deshalb:
Gemeinsam investieren wir in die Zukunft unserer Kinder. Unterstützen Sie unsere Forderungen!
Am 26.03.2009 übergeben die Thüringer Wohlfahrtsverbände 25.000 Unterschriften von Eltern und Erzieherinnen an Kultusminister Bernward Müller. Bereits am 15.10.2008 hatten sich die Verbände mit einem Offenen Brief an den Minister gewandt, um auf die problematische Personalssituation aufmerksam zu machen. „Wir haben vom Kultusminister Unterstützung erwartet. Aber bis heute gibt es keine Reaktion auf unseren Brief. Vom heutigen Gespräch erwarten wir verbindliche Aussagen darüber, wie die Verbesserung der Personalsituation umgesetzt werden soll.“, so Hans-Otto Schwiefert, Geschäftsführer der LIGA.
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen übergaben eine gemeinsame Petition zum Thüringer Kindertagesstättengesetz und zum Thüringer Bildungsplan an den Landtag des Freistaates. „Der Gesetzgeber kann nicht einerseits die verbindliche Umsetzung des Thüringer Bildungsplanes verfügen und andererseits die Voraussetzungen für dessen Umsetzung nicht schaffen.“ so Eberhard Grüneberg, Vorsitzender der LIGA Thüringen. „Wir brauchen mehr Personal, um die Bildungsqualität sicherzustellen.“ so Grüneberg weiter.
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen übergeben am 19. März, um 8.30 Uhr, eine gemeinsame Petition zum Thüringer Kindertagesstättengesetz und zum Thüringer Bildungsplan an den Landtag des Freistaates. "Der Gesetzgeber kann nicht einerseits die verbindliche Umsetzung des Thüringer Bildungsplanes verfügen und andererseits die Voraussetzungen für dessen Umsetzung nicht schaffen.“ so Eberhard Grüneberg, Vorsitzender der LIGA Thüringen. „Wir brauchen mehr Personal, um die Bildungsqualität sicherzustellen.“ so Grüneberg weiter.
Der Kita-Gipfel der LIGA am 19.02. in Erfurt hat Bewegung in den Streit um die erforderlichen Rahmenbedingungen in den Thüringer Kitas gebracht. Vertreter der Landespolitik kündigten rasche Gespräche mit allen Beteiligten an. Hiernach sind Verbesserungen im Personalschlüssel bei den Kindern zwischen und 2 Jahren noch bis zum Sommer dieses Jahres zu erwarten.
„Endlich kommt Bewegung in die Forderungen der LIGA, die Bedingungen zur Umsetzung des Thüringer Bildungsplanes zu schaffen. Dass die Landesregierung nun auch noch einmal in einem eigenen Gutachten nachlesen kann, wo Handlungsbedarf besteht, hilft hoffentlich bei der dringend nötigen Entscheidung, jetzt grundlegend nachzubessern. Keinesfalls dürfe jetzt weiter auf Zeit gespielt werden.“ so Eberhard Grüneberg, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen.