Der Freistaat wird renoviert - LIGA will Regionalplanung erhalten – Fachtag zu Verwaltungs- und Funktionalreform vom 30.08. - mehr dazu unter Aktuelles ***

Der Freistaat wird renoviert - LIGA will Regionalplanung erhalten – Fachtag zu Verwaltungs- und Funktionalreform

Erfurt, 31. August 2016. Der Freistaat wird renoviert.  „Es ist wie bei einer Familie. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, fragt man sich auch, ob man noch alle Zimmer benötigt oder ob man das ein oder andere Zimmer zusammenlegen und anders nutzen kann.“ Benjamin Immanuel Hoff, der Thüringer Staatskanzleiminister, kleidet die Bemühungen um eine Verwaltungs- und Gebietsreform gerne in dieses einprägsame Bild der Renovierung der Thüringer Strukturen. So auch bei einem Fachtag der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, bei der die Wohlfahrtsverbände Thüringens ihre Anforderungen an eine Funktional- und Verwaltungsreform formulierten. Eine „Kommunalisierung mit Augenmaß“ ist dabei eine der zentralen Erwartungen. Das Land müsse seine Gestaltungsfunktion behalten und für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen sorgen. „Ein Kind in Altenburg muss die gleichen Chancen haben wie ein Kind in Sonneberg“, brachte es der Landesgeschäftsführer der LIGA, Hans-Otto Schwiefert, in der vorausgehenden Pressekonferenz auf den Punkt.

 

 

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PM: LIGA für Kommunalisierung mit Augenmaß

LIGA: Land muss weiter für gleichwertige Lebensverhältnisse sorgen

 

Erfurt, 30. August 2016. Eine „Kommunalisierung mit Augenmaß“ ist für die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege bei der anstehenden Verwaltungs- und Funktionalreform eines der zentralen Anliegen. Das Land müsse auch weiterhin im sozialen Bereich seinen „Gestaltungsauftrag“ wahrnehmen, heißt es in einem Positionspapier der LIGA, das heute anlässlich eines Fachtages zur Verwaltungsreform in Erfurt vorgestellt wurde. Es habe „im Sinne seiner Steuerungs- und Gewährleistungsfunktion für gleichwertige Lebensverhältnisse“ zu sorgen.

 

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6. Sitzung des Beirats Sozialplanung am 23. August 2016

Zu seiner vorerst letzten Sitzung in der aktuellen Periode kam am 23. August der Beirat Sozialplanung zusammen. Zu Gast in der Krügervilla des Paritätischen in Neudietendorf setzten sich die Beiratsmitglieder mit der Frage „Wie gelingt Thüringen die Integration von Flüchtlingen?“ auseinander.

Frau Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge, gab zum Einstieg einen Input zum Thema und Erläuterte die ihre Vorstellungen.

 

 

In einer intensiven Diskussion widmeten sich die Beiratsmitglieder den konkreten Herausforderungen vor Ort und diskutierten Lösungsansätze. Insbesondere die Themen Sprache, Unterbringung, Integration in Arbeit, aber auch tagesaktuelle Aspekte wie die Wohnsitzauflage, wurden hierbei kontrovers diskutiert.

Anfang 2017 wird der Beirat Sozialplanung der LIGA Thüringen in seine nunmehr dritte Periode eintreten.

Aktuelle Informationen zur Arbeit und der Zielsetzung des Beirats finden Sie unter Sozialplanung/Beirat.

 

PM: Willkommen in der Pflege: Thüringer Hauptschülerinnen und Hauptschülern wird Berufseinstieg ermöglicht

Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Thüringen können jetzt auch direkt in den Pflegeberuf einsteigen. Das Thüringer Pflegehelfergesetz wurde entsprechend geändert. Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege begrüßt die Änderung, nach der nunmehr für die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in  ein Hauptschulabschluss ausreichend ist. „Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt unternommen worden, um die Pflegeberufe für möglichst viele junge Thüringerinnen und Thüringer attraktiv zu machen“, so Hans-Otto Schwiefert, der Landesgeschäftsführer der LIGA.

 

In Thüringen wird sich die Anzahl der Pflegebedürftigen  den Prognosen zufolge zwischen 2012 und 2030 um etwa 32 Prozent erhöhen, gleichzeitig wächst die Zahl der benötigten Fach- und Hilfskräfte im selben Zeitraum um 48 Prozent an. Daraus errechnet sich ein zusätzlicher Bedarf an Pflegekräften bis 2020 von 3540 Personen, der bis zum Jahr 2030 auf 7944 steigt.

 

Schwiefert: „Der Pflegeberuf ist ein Beruf mit einer sicheren Perspektive und ist mit diesen neuen Regelungen deutlich durchlässiger geworden.“ Außerdem werde so ein verbesserter Zugang qualifizierter ausländischer Fachkräfte zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht. Denn in vielen anderen Staaten liegt der Zugang zu einer Ausbildung im pflegerischen Bereich unter dem bisher in Thüringen geforderten mittleren Bildungsabschluss. "Damit wird die Konkurrenzposition Thüringens beim Werben um künftige Fachkräfte angeglichen und gestärkt“, so Schwiefert.

 

Die Ausbildung zur Pflegehilfskraft ist attraktiv. Sie dauert nur ein Jahr und bietet weitere berufliche Perspektiven. Nach dem Abschluss kann eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert werden. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind nach fachspezifischen Weiterbildungen möglich. Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linkspartei) hatte nach der Verabschiedung des Gesetzes erklärt: „Wir wollen die Qualität in der Pflege erhalten und stärken. Auch in diesem Sinn ist die Öffnung der Pflegeausbildung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler ein wichtiger Schritt.“

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