Der Thüringer Pflegepakt ruft am 23. Juni die „Helden-Spiele“ aus - mehr dazu unter Aktuelles ***

„HELDEN-SPIELE“ am 23.06. auf der Messe Erfurt

 

Pflege braucht Helden – so heißt die erfolgreiche Imagekampagne des Thüringer Pflegepaktes. Vier Jahre nach dem Start laden wir alle Interessierten ganz herzlich zu den „Helden-Spielen“ auf die Messe Erfurt ein.

 

Am Sonnabend wird für die seit 2014 laufende Kampagne „Pflege braucht Helden!“ der Abschluss gesetzt.

 

In einem Mix aus sportlichem und geistigem Wettbewerb (mit lukrativen Preisen für die teilnehmenden Pflegeklassen), ruft der Thüringer Pflegepakt am 23. Juni die „Helden-Spiele“ aus. Die Aktion findet im Rahmen der Berufsmesse JOBFinder auf der Messe Erfurt statt. Der Außenbereich der Messe, gegenüber der Halle 2, wird für zwei Stunden in eine Arena verwandelt, in der sich Auszubildende von Thüringer Pflegeschulen miteinander messen werden. Ziel ist dabei, den Messebesuchern die Pflegeberufe näher zu bringen.

WANN:         
Samstag, 23. Juni, 10.45  Uhr bis 13.00 Uhr  
 
WO:               
Messe Erfurt, Gothaer Str. 34, 99094 Erfurt
Außenbereich vor der Messehalle 2 
 
 

„Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“

Fachtagung am 13. Juni in der EAH Jena

 

Fachtagung „Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“
13. Juni 2018
9.30 Uhr
Ernst-Abbe-Hochschule Jena
07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 4, EG, Aula

 

Die Fachtagung „Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“ am 13. Juni 2018 an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena richtet sich an Fachkräfte im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, an Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen von Menschen mit Behinderungen, von Verwaltungen, Wohlfahrtsverbänden und Politik, sowie an interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen.

Ziel der Fachtagung, die ab 9.30 Uhr in der Hochschulaula beginnt, ist eine offene Diskussion über die Umsetzung des neuen Teilhaberechts, die dabei entstehenden Probleme und die politischen Herausforderungen.

Vorträge, ein fachliches und ein politisches Panel sowie SOS-Gruppen führen Wissenschaft, Praxis und führende politische Vertreter wie die Sozialministerin Thüringens, Vertreterinnen und Vertreter von Selbstorganisationen von Menschen mit Behinderung und den Vorstand der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zusammen.

Das Programm der Fachtagung ist online: https://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2018/programm/

 

Weitere Informationen sowie die aktuelle Pressemitteilung zum Fachtag finden Sie unter: https://idw-online.de/de/news696644#

 

Fachtag "Auswirkungen der Armut auf das Denk- und Handlungsvermögen" am 26.06.

Im Zusammenhang mit Schuldenprävention und finanzieller Bildung ist oft die Rede vom mündigen Verbraucher bzw. der mündigen Verbraucherin, von rationalem Konsumverhalten und von verantwortungsvollem Umgang mit Geld. Theoretisch wissen viele Menschen, welche Entscheidungen eher finanzielle Nachteile mit sich bringen können. Hin und wieder werden dennoch vermeintlich unlogische, nicht nachvollziehbare Entscheidungen gefällt, die aber in der Regel durch Ersparnisse, familiäre Unterstützung etc. abgefedert werden können.

Menschen jedoch, die am Existenzminimum leben, haben oft nicht die Möglichkeit auf Notreserven zurückzugreifen, so dass eine Fehlentscheidung weitreichende Folgen mit sich bringen kann. Aktuelle Studien und Erkenntnisse aus den Bereichen der Verhaltensökonomik und Entscheidungspsychologie werden vorgestellt und erklären, warum Menschen oft ganz anders handeln, als es die Vernunft vorzugeben scheint.

Zu diesem Fachtag wird die Fachebene aus der Sozialpädagogik und der Wissenschaft in einem offenen Austausch Rückschlüsse ziehen und Handlungsempfehlungen erörtern.
 
Ziel des Fachtags

Der Fachtag soll aufklären, sensibilisieren und vor allem Vorurteile gegenüber Menschen, die sich in finanziellen Notlagen befinden, abbauen und deren Stigmatisierung begegnen.


Hier geht es zum Veranstaltungsflyer:

 

PM: Bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung 2018

(Erfurt, 31.05.2018) WEG MIT DEN SCHULDEN - so lautet der Titel der Aktionswoche Schuldnerberatung 2018. Menschen auf ihrem Weg aus den Schulden zu begleiten ist die Herausforderung, der sich die Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberater in ihrer täglichen Arbeit stellen. Das seit vielen Jahren bestehende hohe Niveau überschuldeter Menschen in Thüringen erfordert eine gut aufgestellte Beratungslandschaft. Im Jahr 2017 lag die Überschuldungsquote bei über 9 Prozent. Das sind in Thüringen mehr als 170.000 unmittelbar betroffene Menschen. Und das sind Menschen wie Melanie Müller, deren Geschichte exemplarisch ist für viele Schicksale:

 

Melanie Müller nimmt seit mehr als einem Jahr Schuldnerberatung in Anspruch. Sie hat Schulden aus ihrer früheren Ehe. Ihr Ex-Mann pflegte ein teures Hobby, für das immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten. Die Kreditverträge unterschrieb sie gutgläubig mit. Als er dann den recht gut bezahlten Job verlor, waren die Kreditraten nicht mehr aufzubringen. Die Ehe zerbrach, der Ex-Mann ließ Melanie Müller und die beiden gemeinsamen Kinder zurück und zahlte weder Unterhalt noch Kreditschulden. Die Banken hielten sich wegen der Rückzahlung der Kredite nun allein an Melanie Müller. Für sie war die Rückzahlung nicht leistbar. Sie war mit der Situation, der zerbrochenen Ehe, der Alleinverantwortlichkeit für die Kinder und der Schuldensituation überfordert. Melanie Müller litt zunehmend unter psychischen Problemen, fühlte sich wegen der Schulden als Versagerin. Eine Freundin half ihr, den Weg zur Schuldnerberatung zu suchen. Im Laufe der Beratung verstand Frau Müller, dass ihre Existenz und auch die der Kinder durch die Pfändungsschutzvorschriften gesichert ist. Auf Anregung der Schuldnerberaterin beantragte sie für die Kinder Unterhaltsvorschuss.

 

Melanie Müller wird nach einer weiteren Stabilisierung ihrer Situation in einigen Monaten den Gläubigern eine Zahlung eines Teils der Gesamtschulden gegen Verzicht auf die Restforderung anbieten. Sollte diese außergerichtliche Schuldenbereinigung nicht zustande kommen, wird Melanie Müller mit Unterstützung der Schuldnerberaterin beim Insolvenzgericht die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens mit Restschuldbefreiung beantragen.

 

Wie viele andere überschuldete Menschen verdient Melanie Müller die Chance auf einen Neustart ohne Schulden. Den Weg aus dem Schuldendickicht finden Betroffene aber oftmals nur mit der professionellen Beratung und Unterstützung, wie sie von der Sozialen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung geleistet wird.

 

Der Freistaat Thüringen stärkt ab diesem Jahr die Verbraucherinsolvenzberatung. Der aktuelle Landeshaushalt sieht nach gemeinsamen Bemühungen der Fraktion DIE LINKE und den Fraktionen der SPD und von BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN, der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. und dem für die Verbraucherinsolvenzberatung zuständigen Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) eine deutliche Verbesserung der Fördersituation der Verbraucherinsolvenzberatungsstellen vor.

Der damit ermöglichte Ausbau der Beratungsangebote kommt letztlich den von Überschuldung betroffenen oder bedrohten Menschen in Thüringen zugute. Ebenso profitieren Gläubiger, denn die Beratung übernimmt viele Verhandlungsprozesse als Mittler zwischen Schuldner und Gläubiger.

 

Schuldnerberatung muss allen betroffenen Menschen zugänglich sein. Es ist gut, wenn Wartezeiten künftig verkürzt werden können und wenn Prävention ausgebaut wird.

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(Eingang Humboldt-Straße)
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